Mit dem Wandern beginnen-das solltest du wissen

Du möchtest mit dem Wandern beginnen, endlich aktiv werden und die Berge erkunden? Hier verrate ich dir einige Tipps, die du beachten solltest.

Es wird Frühling in den Bergen und die Sonne lockt uns wieder raus in die Natur. Viele werden dieses Jahr eine neue Leidenschaft entdecken und das erste Mal in die Berge gehen. Mit dem Wandern beginnen? Ja klar, aber wie? In diesem Bericht verrate ich dir einige Tipps, aus meiner persönlichen Erfahrung, welche dir helfen werden, das neue Hobby richtig genießen zu können.

Wir leben in einer Welt, die von der Uhr diktiert wird und für viele wird der alltägliche Job immer stressiger. Es muss etwas passieren und du willst den Kopf frei bekommen, den Alltag hinter dir lassen und den Weg zurück zur Einfachheit des Lebens finden? Wandern kann dir all dies schenken.

Aller Anfang ist schwer

Machen wir uns nichts vor. Die ersten Male am Berg hat jeder von uns geschnauft und geschwitzt. Genau aus diesem Grund gibt es einige Dinge zu beachten, wenn du mit dem Wandern beginnen willst, schließlich soll dir das neue Hobby Spaß machen und später solch traumhafte Bergmomente bereiten:

Was brauche ich eigentlich für eine Wanderung?

festes Schuhwerk

Das A und O einer jeden schönen Tour sind die Schuhe. Sei nicht so dumm und gehe mit Turnschuhen in die Berge. Glaubt mir, ich habe genau das getan. Es war furchtbar! Die spitzen Steine drücken durch die Sohle und einen anständigen Halt hat man in den Dingern auch nicht. Schon bei meiner zweiten Tour hatte ich Trekkingschuhe an und siehe da, ein ganz anderes Gefühl. Denk immer daran, die Schuhe sind die ständige Verbindung zwischen dem und dem Wanderweg. Wenn die nicht passen, kann es nicht funktionieren. Sind die Bergstiefel nicht so furchtbar teuer? Ja, sind sie! Aber für den Anfang benötigst du keine High-End-Stiefel. Das erste halbe Jahr bin ich mit Trekkingschuhen vom Discounter in die Berge gegangen und sie haben gut funktioniert. Finde erstmal heraus ob dir das Hobby taugt und ob es dir Spaß macht. Wenn dem so ist, kannst du dir später allemal die teuren Schuhe zulegen.

die richtige Bekleidung

Das Wetter in den Bergen kann sehr schnell umschlagen und vom schönsten Sonnenschein kannst du schnell in den Regen kommen. Es lohnt sich also immer etwas von allem dabei zu haben. Für eine Tagestour reichen in der Regel:

Zwei T-Shirts (am Ziel sollte man das nasse und verschwitze Shirt unbedingt wechseln)

Wanderhose

eine wärmende leichte Jacke

eine Regenjacke

Im Gegensatz zu den Schuhen schwöre ich bis heute auf die preiswerten Produkte. Klar werben namenhafte Sportartikelhersteller immer mit der besten Funktionalität, das mag auch alles seine Richtigkeit haben aber auch seinen Preis. Auch das teuerste Shirt hat keine ewige Lebensgarantie! Von daher bestelle ich mir lieber öfters preiswerte Produkte und bislang habe ich damit nur selten schlechte Erfahrungen gemacht.

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So, jetzt bist du hoffentlich gut eingekleidet. Aber wohin mit den Wechselsachen?

Der Wanderrucksack

Auch dieser ist extrem wichtig und hier sollte nicht bis auf den letzten Pfennig gespart werden. Der Tragekomfort ist besonders auf längeren Touren extrem wichtig. Wer mag es schon, wenn es hier und da zwickt und sich die Schulterriemen in die Haut einschneiden? Ich glaube niemand. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Rucksack wasserabweisend oder eine Regenschutzhülle besitzt. So bleiben die Wechselsachen trocken und du kannst dich nach einer unangenehmen Regendusche umziehen und in trockene Sachen schlüpfen. Bei Tagestouren reicht ein Fassungsvolumen zwischen 25-35 Liter vollkommen aus.

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Ich persönlich bin bevorzuge die Rucksäcke von der Firma Deuter. Auch nach sechs Jahren des aktiven Bergsteigens, weißen meine Rucksäcke noch keinerlei Verschleißerscheinungen auf.

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Trekkingstöcke

Jaja… Ich wurde schon oft belächelt wenn ich mit unerfahrenen Wanderern das erste Mal unterwegs war. „Was schleppst du denn die Rentnerstöcke mit?“ Am Ende der Tour waren die meisten Begleiter froh darüber, dass ich ihnen meine Stöcke geliehen habe. Es wird der Punkt kommen, wo deine Beine auf der Tour schwer werden und die Kraft nachlässt. Genau jetzt kannst du mit den Trekkingstöcken deine Beine unterstützen. Pack sie dir und schieb dich damit an. Du wirst die Unterstützung schnell merken und deine Beine werden entlastet. Auch beim Bergabgehen sind die Stöcke Gold wert. Die Knie werden dabei stark belastet, mit den Stöcken kannst du das Gewicht etwas abfangen und das Gehen wird deutlich angenehmer.

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Aus persönlichen Erfahrungen, rate ich von den Stöcken mit Schraubverschluss ab. Ich bevorzuge lieber den Schnellverschluss oder Faltstöcke.

Das Trinksystem

Es ist warm in den Bergen, dein Körper schwitzt und schreit nach Wasser. Aber die Flasche befindet sich irgendwo im Rucksack… Nervige Vorstellung, oder? Dem kann ganz einfach entgegengewirkt werden. Die bekannteste Variante ist wohl die Trinkblase, aber diese finde ich persönlich unhygienisch. Es ist immer eine unnötige Arbeit das Ding zu trocknen und zu reinigen. Für mich ist die perfekte Lösung ein einfacher Trinkschlauch, welchen man auf eine handelsübliche PET-Flasche schraubt. Die Flasche kommt in den Rucksack und der Trinkschlauch an den Brustgurt des Rucksackes. Wenn das Wasser immer greifbar ist, trinkt man automatisch mehr und gleichmäßiger. Das trinken ist auf eine Wanderung besonders wichtig, da der Körper schwitzt und viel Flüssigkeit verliert.

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So, jetzt hast du alles Nötige zusammen um mit dem Wandern beginnen zu können. Aber wohin soll die erste Tour gehen? Um diese Frage zu beantworten, musst du dich selbst fragen, wie fit du bist.

Fang klein an und taste dich langsam ran.

Auf deinen Körper kommt eine wohl unbekannte Belastung zu. Es geht bergauf und deine Kondition und Kraft sind gefragt. Es macht keinen Sinn wenn du dir gleich die hohen Berge aussuchst. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wird dein Körper unterwegs schlapp machen und du verlierst den Spaß an diesem traumhaften Hobby. Gehe erstmal kleinere Touren wo eine Hütte auf dem Weg liegt und wo du die Möglichkeit hast, mit der Bahn wieder ins Tal zu fahren. Nicht der Gipfel ist das Ziel-sondern das gesunde Zurückkehren!

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Fünf schöne Bergwanderungen für Beginner

Wanderung: Tegernsee – Galaun – Riedenstein (Bericht)

Diese Tour bin ich erst vor kurzem gegangen und hatte eine völlig untrainierte Begleiterin dabei. Der Aufstieg verläuft über einen breiten Weg, an der Galaunalm kannst du dich lecker stärken und auf dem Riedenstein hast du einen tollen Blick auf das Tegernseer Tal.

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Wanderung: Garmisch Partenkirchen – Partnachklamm – Eckbauer (Bericht)

Eine Wanderung durch die romantische Partnachklamm ist immer etwas Besonderes. Diese Schlucht bietet fantastische Anblicke und nach gut zwei Stunden Aufstieg, kannst du dich im Berggasthof Eckbauer verköstigen lassen und dabei tolle Ausblicke genießen. Später hast du die Möglichkeit mit der Bahn wieder gemütlich ins Tal gondeln.

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Wanderung: Rund um den Plansee und den Heiterwanger See (Bericht)

Es muss nicht immer ein Gipfel sein. Die Wanderung um den Tiroler Fjord besticht durch traumhafte Blicke über den See und Aufgrund seiner Länge ist er für Beginner schon eine kleine Herausforderung. Selbstverständlich gibt es auch hier viele Möglichkeiten, seine Kräfte mit Leckereien wieder aufzufrischen.

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Wanderung: Vom Walchensee auf den Jochberg (Bericht)

Der Jochberg in den bayrischen Voralpen ist wohl einer der beliebtesten Hausberge der Münchner. Für ca. 2 Stunden geht es stufig nach oben. Am Gipfelkreuz angekommen erwartet den Bergfreund ein traumhafter Blick auf den Kochelsee und den Walchensee. Auch wenn ich schon mehrfach am Gipfel stand-diese Tour ist bis heute eine meiner Liebsten. Selbstverständlich gibt es hier auch eine Alm mit Köstlichkeiten.

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Wanderung: Von Wackersberg auf den Zwiesel und den Blomberg

Die schöne Bergtour führt von Wackersberg hinauf zum aussichtsreichen Zwiesel und später zum Blomberghaus, wo man es sich gut gehen lassen kann. Eine schöne Halbtagestour mit teilweise recht steilen, aber machbaren, Anstieg.

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So, nun habt ich dir Einiges verraten und du kannst mit dem Wandern beginnen. Bevor du dich auf den Weg machst, empfehle ich dir aber noch meinen Bericht 10 Tipps für mehr Sicherheit in den Bergen. Wie schon gesagt, der Gipfel ist nicht das Ziel sondern das heile und gesunde Zurückkehren. Es warten unzählige, wundervolle Momente und später auch Herausforderungen auf dich, wenn du JETZT mit dem Wandern beginnen möchtest. Ich wünsche dir viel Spaß dabei und vielleicht läuft man sich ja eines Tages mal über den Weg.

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Sitzt du noch immer vor dem Bildschirm? Du wolltest doch mit dem Wandern beginnen. Los, mach dich raus und erkunde die traumhaften Bergwelten! 😉

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