Wanderung auf den Hirschberg von Kreuth am Tegernsee

Der Hirschberg (1670m) am Tegernsee überrascht, trotz seiner geringen Höhe, mit einem phänomenalen Bergpanorama und ist genau das richtige Ziel für eine schöne Halbtagestour in den bayrischen Voralpen.

Anfahrt

Von München aus kommend folgt man der A8 in Richtung Salzburg bis zur Anschlussstelle Holzkirchen und weiter über die B318 in Richtung Tegernsee. In Gmund rechts abbiegen und durch Bad Wiessee fahren bis man in Rottach Egern rechts auf die B307 in Richtung Achensee abbiegt. Kurz vor Kreuth, hinter einer kleinen Brücke, folgt man dem Schild zu den Hirschbergliften. Der Wanderparkplatz (kostenfrei – Stand Juni 2018) liegt am Ende der Straße. (Adresse für´s Navi: 83708 Kreuth – Bachlerweg – Google Maps)

Aufstieg von Kreuth zum Hirschberg

Es ist 04:45 Uhr als ich meine Bergstiefel schnüre und mich auf den Weg mache. Am Ende des Parkplatzes zeigt mir das Schild …

… wohin es geht. Ich halte mich links und auf einem Feldweg geht es am Waldrand gemütlich dem ersten Anstieg entgegen.

Mit der Gemütlichkeit ist es leider nach ca. 15 Min vorbei. Der Weg führt mich direkt zur Skipiste und der weitere Pfad verläuft steil an deren Rand. Mühsam geht es jetzt Meter für Meter nach oben. Da es in der vorhergehenden Nacht geregnet hat, wird der Aufstieg zur Schlammschlacht, aber dank meiner Trekkingstöcke habe ich genügend Tritt um mir nicht jetzt schon die Hose einzusauen. 😉 Ab der Mitte des Hanges endet der direkte Anstieg und es geht über kleine Serpentinen weiter.

Gut 45 Minuten dauert der kräftezehrende Anstieg aber als ich endlich den Ausstieg erreiche …

Genau der richtige Augenblick um durchzuatmen und das Schauspiel zu genießen.

Ab jetzt wird der Weg deutlich leichter und hinter einem kleinen Viehgatterl erreiche ich einen Fahrweg. Wenige Meter später schickt mich der Wegweiser rechts, ich halte mich dennoch links und folge dem breiten Weg. (Später wird sich herausstellen, dass es wohl besser gewesen wäre sich an die Beschilderung zu halten.)

Dieser ist bestens ausgebaut und führt mich sanft ansteigend dem Ziel entgegen. Nur gelegentlich sind kleine Steigungen zu überwinden und irgendwann erreiche ich das Ende des Waldes und kann …

Vor mir liegen jetzt einige unbewirtschaftete Almhütten und dahinter erstreckt sich eine idyllische Almwiese, …

Wegweiser sucht man hier vergebens aber der Weg ist gut erkenntlich-noch. Wenig später endet dieser in einer saftigen Wiese und es sind nur noch spärlich Markierungen zu finden. Seltsam oder? An einem so gut besuchten Berg hätte ich eigentlich einen ordentlichen Pfad erwartet. Naja, meine Wanderapp sagt mir, dass ich richtig bin und folge dieser quer über die Wiese.

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Gipfelzeit am Pitzenegg

Weiter oben am Waldrand zeigt sich wieder eine kleine Markierung und auch der Pfad ist wieder gut erkennbar.

Für einige Höhenmeter zieht sich dieser etwas rutschig in Serpentinen nach oben. Plötzlich höre ich ein mir bekanntes Fauchen:

Gut 10 dieser Tierchen queren vor mir die kleine Wiese und ich bleibe ruhig stehen und genieße diesen Moment.

Vor mir zeigt sich das Gipfelkreuz des Hirschberg… … und ein kleines Schild, welches Wanderer bittet das Gebiet nicht zu betreten um die Tiere nicht zu stören. Jetzt wird mir einiges klar… Mein bisheriger Weg wird nicht mehr begangen. Dies erklärt auch die Geschichte mit dem Wegweiser und warum der Wanderweg kaum erkennbar war. An dieser Stelle ein großes Sorry für die Störung der Gämsen.  Ein Schild am Einstieg wäre aber auch mal angebracht. Gut, jetzt bin ich einmal hier und folge dem Weg hinauf zum Gipfel.

Bergzeit am Hirschberg (1670m)

Vor mir liegt der Tegernsee und hinter mir ein traumhaftes Bergpanorama, welches von der Zugspitze bis hin zum Großglockner reicht.

Es ist sagenhaft. Ich habe den Gipfel für mich allein und im Tal liegt noch der Nebel während ich meine Blicke auf die Berge in nah und fern schweifen lasse. Mit 1670 Meter ist der Hirschberg nun wirklich nur ein kleiner Gipfel in den bayrischen Voralpen aber das Panorama hat er von einem ganz großen.

Gut zwei Stunden habe ich für den Aufstieg benötigt und nun erwartet mich so ein Ausblick.

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Abstieg über das Hirschberghaus nach Scharling

So schön es hier auch ist, irgendwann kommt die Zeit für den Abstieg. 🙁

Es geht durch die kleinen Latschenfelder bis zu einer großen Almwiese, auf welche ein kleiner Pfad führt. Klar folge ich diesem und gerate so auf den Vorgipfel.

Der Berg will mich einfach nicht loslassen. 😉 Klar, dass ich nochmal den Blick genieße bevor ich mich endgültig an den Abstieg mache.

Der Weg zum Hirschberghaus führt mich weiter durch eine Latschengasse und über speckigen (abgelaufenen) Fels. In Kombination mit dem Schlamm kann es hier schon mal rutschig werden.

Das es gerade erst 07:30 Uhr ist verzichte ich auf die Einkehr. Es ist eindeutig zu früh für ein Radler. 😉

Ich passiere die Hütte und komme auf einen herrlichen Bergwanderweg, welcher mich in gemächlicher Steigung auf kleinen Serpentinen zur Talstation der Materialseilbahn bringt.

An der Seilbahn angekommen, folge ich dem Wegweiser in Richtung Scharling über …

Dieser mündet wieder auf einem Fahrweg und für eine Stunde heißt es jetzt: Servus, Grias di und wieder Servus. Die anderen Wanderfreunde sind wohl inzwischen erwacht und es ist allerhand los auf dem Weg. Tagsüber scheint der Hirschberg wohl mehr als gut besucht zu sein.

In Scharling angekommen, halte ich mich rechts und hinter dem Feld zeigt sich bereits wieder der Wanderparkplatz.

Um dahin zu kommen muss ich aber erst wieder für einige Meter aufsteigen und das Alm Cafe Aibl passieren. An sonnigen Tagen hat man von hier aus noch einmal einen schönen Blick über das Tegernseer Tal und man kann es sich sicherlich bei dem einen oder anderen kühlen Getränk auf der Terrasse gut gehen lassen. Ich gönne mir heute diesen Genuss jedoch nicht und biege hinter dem Gasthaus auf einen kleinen Pfad ab, welcher mich wieder zurück an den Wanderparkplatz führt.

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Mein Fazit:

Die Wanderung von Kreuth auf den Hirschberg hat mich mehr als überrascht und begeistert. Der kleine Gipfel am Tegernsee bietet ein phantastisches Panorama und ein lohnenswertes Ziel für eine schöne und leichte Halbtagestour. Für den hungrigen Wanderer gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten: das Hirschberghaus und das Alm Cafe Aibl. Somit ist diese Bergtour für mich ein absoluter Wandertipp in den bayrischen Voralpen und ich werde garantiert wiederkommen. 

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Ich hoffe euch hat mein kleiner Bericht gefallen? Wenn ja, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar, ich freue mich darauf von euren Erlebnissen zu lesen.

Also, viele Grüße und bis bald, Maik.

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