Wanderung von Lermoos über die Wolfratshauser Hütte auf den Grubigstein

Hoch über Lermoos in der Tiroler Zugspitzarena erhebt sich der Grubigstein (2233m). Die Tour über die Wolfratshauser Hütte verspricht eine tolle Wanderung mit fantastischen Ausblicken.

Die Tiroler Zugspitzarena zählt zu meinen liebsten Wanderregionen. Ein Gipfel interessiert mich schon lange, der Grubigstein. Also starte ich heute von Lermoos aus um ihn zu besuchen.

Nachdem wir einen traumhaften Sonnenaufgang hoch über dem Plansee genossen (Link zum Bericht) und uns im See wieder erfrischt haben machen wir uns auf den Weg nach Lermoos um auf den Grubigstein aufzusteigen. Schnell erledigen wir noch einige kleine Einkäufe um die Vorräte wieder aufzufüllen bevor wir auf dem, in der Ortsmitte liegenden, Wanderparkplatz kostenfrei parken können.

Der Aufstieg zur Wolfratshauser Hütte

Inzwischen ist es 10:30 Uhr als wir wieder unsere schweren Rucksäcke schultern und uns auf den Weg machen. Die Sonne brennt schon heiß vom Himmel und die Anstrengungen des Vortags sind deutlich in den Beinen zu spüren.

Am oberen Ende des Parkplatzes weist uns der Wegweiser die Richtung:

Der kleine Pfad führt uns zwischen einigen Gärten hindurch und schließlich an der Talstation der Grubigbahn vorbei. Als wir den Ort verlassen haben gibt es eine erste schöne Aussicht auf die Zugspitze.

folgen wir dem breiten Fahrweg bis wir wieder kurz vor dem Ortseingang sind. Hier schickt uns der Wegweiser rechts den Berg hinauf. Ab jetzt wird es deutlich steiler. Der Weg spendet kaum Schatten und wir kommen gleich richtig ins schwitzen. Es geht über saftig grüne Wiesen und über einige Kuhweiden immer weiter der Brettlalm entgegen.

Es geht vorbei an einem einladenden…

Eine kleine Abkühlung würde uns jetzt wirklich gut tun aber leider ist das betreten verboten. So geht es für uns weiter bis wir die kleinen steilen Serpentinen unterhalb der Alm erreichen. Nur noch wenige Meter und wir sind am ersten Rastplatz angelangt. Gut 50 Min haben wir benötigt bis wir uns im Schatten des Sonnenschirms ein Schiwasser und etwas Ruhe gönnen können. Kurz kommt die Überlegung auf die benachbarte Mittelstation zu nutzen und die restlichen Höhenmeter gemütlich mit der Bahn nach oben zu gondeln. Diesen Gedanken verwerfen wir natürlich wieder. 😉

Als wir uns erholt haben geht es weiter. Wir lassen die Aufstiegshilfe rechts liegen und folgen dem breiten Fahrweg, welcher sich gleich wieder steil den Berg hinaufzieht. Noch eine letzte steile…

 …liegt vor uns. Aber auch diese meistern wir und der Wegweiser schickt uns jetzt endlich…

Wer sich das Stückchen auf der Skipiste sparen möchte kann auch den benachbarten kleinen Steig wählen welcher rechts vom Abhang verläuft. Beide Wege treffen am Wegweiser wieder aufeinander.

Von hier an wird es idyllisch. Bislang war der Aufstieg irgendwie immer von Schneekanonen und Liften geprägt. All das verliert sich jetzt. Der kleine Pfad führt uns in den Wald hinein und es kommt wieder reines Naturfeeling auf.

Gut eine Stunde wandern wir jetzt durch den idyllischen Wald bis wir wieder auf die Skipiste treffen.

Nur noch 1-2 große Serpentinen und wir erblicken die Hütte.

… einige Höhenmeter auf dem kleinen Pfad hinter uns bringen bis wir uns an der …

… ein Radler und einen kleinen Snack gönnen können.

Die Hütte lädt zum verweilen ein. Das Personal ist freundlich, Speis und Trank sind lecker und das Panorama…

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Anmerkung:

Wer auf seiner Wanderung nicht unbedingt einen Gipfel braucht dem wird die Tour von Lermoos auf die Hütte garantiert gefallen. Der Weg ist einfach zu gehen und technisch gibt es für den geübten Wanderfreund keine Hindernisse. Als ich im Juni mit meinen Eltern hier war haben wir für den Rückweg einfach den Fahrweg zurück zur Brettlalm genutzt. Mein Fazit: Eine schöne und leichte Wanderung, welche für jung und alt machbar ist. Die Anstrengungen des Aufstieges werden auf der Hütte mit allerlei Leckereien und einem traumhaften Panorama belohnt.

Mehr über die Hütte erfahrt ihr hier: Link zur Homepage der Wolfratshauser Hütte

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 Gut zweieinhalb Stunden haben wir für den Aufstieg benötigt. Klar, dass das Radler jetzt besonders gut schmeckt. 🙂 Wir hätten wohl noch länger hier sitzenbleiben können aber unser Tagesziel lockt uns schon mit seinen steilen felsigen Wänden.

Direkt neben der Hütte führt eine kleine Treppe hinauf zum Wegweiser. Hier hat man dann die Wahl zwischen dem roten und schwarzen Pfad zu wählen.

Wir entscheiden uns für den alpinen schwarzen Pfad. 🙂 Dieser führt uns anfänglich unschwer durch die Latschen hindurch und schenkt uns einen tollen Blick über die Hütte.

Wenig später wird der Pfad immer felsiger und ist an manchen Stellen auch mit…

Wer nicht trittsicher und schwindelfrei ist wählt lieber den roten Pfad. Für erfahrene Bergwanderer stellt der Weg keinerlei Hindernis dar.

Nach dieser kleinen luftigen Aussicht biegt der Weg rechts ab und führt uns weiter steinig hinauf zur Grubighütte. Die letzten Serpentinen rauben zwar nochmal einiges an Kraft aber wir kommen, nach einer weiteren Stunde, gut oben an. Selbstverständlich legen wir auch hier nochmal eine kleine Pause ein und genießen einen leckeren Cappuccino. Lediglich die musikalische Untermalung lässt hier etwas zu wünschen übrig. Statt zünftiger Heimatmusik trällern Udo und Elvis ihre Schmachtfetzen aus den Boxen (nichts gegen diese beiden Künstler aber etwas mehr Flair hätte ich mir schon erhofft).

Naja, die Aussicht und das leckere Heißgetränk lassen wir uns nicht vermiesen, aber ewig mag ich hier auch nicht hocken bleiben.

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Gipfelzeit am Pitzenegg

 

Also auf zum finalen Gipfelanstieg – auf zum Grubigstein!

Der Aufstieg beginnt direkt links neben der Hütte. Der Weg schlängelt sich hinter der Hütte entlang und wird bald zum steilen felsigen Pfad.

Wir beschließen dem Gipfelkreuz am rauen Stein (oder dem Vorgipfel) noch einen Besuch abzustatten und wählen den Weg über den sehr steilen Schotterhang.

Wie sollte es auch anders sein? Wir machen erstmal eine kleine Pause. 🙂

Auch die Aussicht hinter uns lässt sich nicht lumpen und so zeigt sich …

in seiner vollen Schönheit.

Bevor wir wieder auf dem Normalweg ankommen heißt es noch einige Meter nach oben kraxeln.

Nun ist es nicht mehr weit und wenige Minuten später stehen wir am…

So lang hatte ich mir diese Tour vorgenommen und heute hat es endlich geklappt. Ein tolles Gefühl!!!

All die Anstrengungen der letzten Stunden fällt von uns ab. Da wir wieder unsere Biwaksachen dabei haben sind wir am Ziel des Tages angekommen. Ein schönes Schlafplätzchen ist auch schnell gefunden und das verdiente Radler steht auch recht schnell parat. 🙂

Der Himmel sieht (noch) vielversprechend aus und wir haben noch jede Menge Zeit. Also suchen wir uns ein schönes Plätzchen und ich schau schon mal nach dem passenden Motiv für den Sonnenuntergang.

Langsam neigt sich der Tag dem Ende entgegen und es wird Zeit ans Stativ zu gehen.

Inzwischen haben sich einige dicke Wolken am Himmel gebildet und der Wannig wird bereits von ihnen eingehüllt.

Auch um die Zugspitze bilden sich immer mehr Wolken:

Aber für einen kurzen Augenblick leuchtet der Himmel in der Tiroler Zugspitzarena:

Leider hält dieses Lichtspiel nur wenige Minuten an. Wenig später färbt sich der Himmel Grau und über Imst droht uns ein schwarzer Himmel.

Es dauert nicht lang und über Imst grollt der erste Donnerschlag. Wenige Sekunden später zucken Blitze durch die Luft.

Da sich die Wolken immer mehr in unsere Richtung stauen beschließen wir unseren Biwakplatz zu verlassen und zumindest bis zur Hütte abzusteigen. Gesagt-getan. Wir erreichen die Grubighütte trocken und suchen uns etwas oberhalb ein neues Schlafplätzchen. Das Wetter hat sich wieder ein wenig gebessert und wir beschließen hier zu bleiben. Noch warten wir etwas zögerlich aber nach einer halben Stunde klart der Himmel wieder auf. Also nichts wie in die Schlafsäcke.

Gute Nacht!

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Das benötigst du zum Biwakieren:

Das Abenteuer Biwakieren fesselt mich schon seit Jahren. Eins zu sein mit der Natur und solch beeindruckende Momente zu erleben, kann schnell zur Sucht werden. Aber vor den Preis hat der Herr die Arbeit gestellt und die Schlepperei ist nicht jedermanns Sache. Deutlich bequemer wird der Transport durch einen großen Rucksack. Wir benutzen dazu den 40+10 Liter Rucksack von Deuter (der Rucksack bei Amazon* für Herren und für Damen). Desweiteren haben wir die bequeme Isomatte von Outdoorer.net (Link zu Amazon*) mit dabei. Der wichtigste Bestandteil ist aber der Schlafsack. Schon seit Jahren schwöre ich dabei auf den Vaude Sioux 800 Syn (Link zu Amazon*) Mit seinen 1,5 Kg ist er zwar kein Leichtgewicht aber dafür habe ich auch noch nie gefroren. Desweiteren solltest du, auch im Sommer immer wärmende Wandersachen und eine gute Kondition mit dabei haben. Die zusätzlichen Kilos machen sich schnell und deutlich bemerkbar. Dafür wird man in den Abend- und Morgenstunden mit solch einmaligen Ausblicken belohnt und das Erlebnis wird unvergesslich. Für den Fall, dass es nachts überraschend regnen sollte, empfehle ich dir den Biwaksack von Meru (Link zu Amazon*)

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Der nächste Morgen

Bereits in der Nacht haben wir einen prüfenden Blick zum Himmel geworfen. Die Wolken haben sich verzogen und wir haben eine sternenklare Nacht. Also beschließen wir den Wecker recht früh klingeln zu lassen um noch einen geeigneten Platz für den Sonnenaufgang zu suchen. Als dieser dann gegen 04:30 Uhr schäppert ist von den Sternen nichts mehr zu sehen. Um uns lauern dicke Wolken-also können wir getrost „ausschlafen“.

Gegen 06:00 Uhr heißt es dann aufstehen. Das Wetter hat sich wieder etwas gebessert und hier und da strahlt die Sonne durch die dicken Wolken. Ein faszinierendes Lichtspiel:

Auch das eigentliche Wunschmotiv für den Abend zeigt sich im schönen Licht:

Wir gönnen uns noch einen leckeren heißen Kaffee und ein kleines Frühstück bis wir uns ans zusammenpacken machen.

Der Abstieg nach Lermoos

Nachdem wir wieder alles verstaut haben machen wir uns an den Abstieg. Da wir wieder schwer zu tragen haben entscheiden wir uns heute für den gemütlichen Fahrweg. Dieser führt uns sanft zurück zur Brettlalm. Hier und da kürzen wir auf dem neu errichteten Grubigtrail ein wenig ab. Aber Achtung: dieser Pfad ist den Mountainbikern vorbehalten. Wir nutzen diese Möglichkeit heute nur weil wir lang vor der ersten Bahn absteigen. Tagsüber sollte man auf dem Fahrweg bleiben.

Natürlich legen wir an der Alm noch einmal eine kleine Pause ein und gönnen uns noch einen Kaffee bevor wir auf dem gleichen Weg weiter ins Tal absteigen.

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Mein Fazit:

Die Wanderung auf den Grubigstein verspricht tolle Wege und eine wunderschöne Aussicht in die Tiroler Zugspitzarena. Wer nicht unbedingt ein Gipfelerlebnis braucht sollte bis zur Wolfratshauser Hütte gehen und da die Seele baumeln lassen. Für die komplette Tour benötigt man einiges an Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Gipfel verspricht eine schöne Aussicht auf die TZA, die Gartnerwand, den Danielkamm usw. Falls man sich den Abstieg sparen möchte kann man ab der Grubighütte auch in die Bahn steigen und gemütlich zurück ins Tal gondeln.

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