Wanderung über die Kuchelbergspitze zur Kreuzspitze (2185m)

In den wilden Ammergauer Alpen wartet eine besonders schöne und einsame Wanderung. Diese führt über den Grat der Kuchelbergspitze (2020m) zur Kreuzspitze (2185m).

Fernab vom Massentourismus laden die Ammergauer Alpen zu naturbelassenen Wanderungen ein. Der Grat der Kuchelbergspitze bietet dabei fantastische Ausblicke auf die Zugspitze und natürlich auch zu unserem zweiten Ziel des Tages, die Kreuzspitze.

Es ist Herbst geworden und die Wälder färben sich langsam wieder bunt. Es beginnt die schönste Zeit der Wandersaison und das Wetter spielt noch einmal richtig mit. Die Vorhersage verspricht Sonnenschein satt, also nichts wie auf in die Ammergauer Alpen.

Bereits bei meiner Tour über die Geierköpfe (Link zum Bericht) war der Ausblick auf die Kreuzspitze majestätisch. Mit ihrer steilen Nordwand ragt sie beeindruckend empor und der alleinstehende Gipfel verspricht einen tollen Rundumblick. Klar, dass ich diesen Gipfel gern besuchen möchte.

Der Aufstieg zur Kuchelbergspitze

Mit diesem Vorhaben brechen wir am Samstagmorgen im Ammertal auf. Das Auto können wir auf einem kleinen und kostenlosen Parkplatz (GPS Daten für´s Navi: 47°34’8,21″N – 10°59’39,53″E) zurücklassen und direkt am Parkplatz schickt uns…

… auf dem breiten Fahrweg in den Wald hinein. Für gut drei Kilometer folgen wir dem idyllischen Weg und beobachten wie der Tag langsam erwacht.

Die Sonne küsst bereits den Gipfel des Frieders und die Ruhe lädt zum entspannen ein. Der Weg führt weiter eben dahin und wir können uns gemütlich warmlaufen.

Allzu sehr träumen sollte man aber nicht. Nach einer kleinen Lichtung zweigt ein kleiner Pfad unscheinbar nach rechts ab.

Kein Wegweiser und kein Stoamandl weißen auf die Abzweigung hin.

Als wir den Fahrweg hinter uns gelassen haben kommt auch endlich das Bergwanderfeeling auf. Der Pfad ist an manchen Stellen kaum breiter als der Fuß und an anderen Stellen schon vom Gras überwachsen. Viele Wanderer sind hier bestimmt nicht unterwegs.

Mit mäßiger Steigung geht es immer hin und her. Auch die Sonne steht jetzt schon hoch am Himmel und scheint warm auf uns herunter während wir…

 Nach etwa 1,5 Stunden und kurz vorm Drehwurm 😉 erreichen wir die kleine…

Der kleine Brunnen lädt zum erfrischen und zum auffüllen der Wasservorräte ein. Natürlich nehmen wir dieses Angebot gern an und gönnen uns hier erstmal eine kurze Pause.

Nachdem wir uns etwas erholt und die Aussicht genossen haben geht es jetzt (ohne Kurven) weiter über eine herrliche Almwiese.

Ab jetzt ist es vorerst vorbei mit dem gemütlichen Wandern. Der Pfad zieht sich ab jetzt steil nach oben und der Untergrund wird immer schottriger.

Kurz vor dem Grat wird es noch einmal richtig anstrengend aber dann stehen wir oben und können …

Hier angekommen hat man das schweißtreibendste hinter sich gebracht. Der Grat führt mit angenehmer Steigung weiter dem Gipfel entgegen und flache Passagen laden immer wieder zum erholen ein.

Kurz blicke hinunter auf das Schloss und denke an einen schönen Tagesausflug im Juni zurück.

Aber bald wendet sich mein Blick wieder nach vorn und was sich da zeigt sieht vielversprechend aus.

Wirklich ausgesetzt ist es bis hier hin noch nicht. Der Pfad lässt jede Menge Platz zum treten und nur hier und da sind kleinere Kraxelpassagen zu meistern. Unser Weg führt uns nun immer weiter auf dem Bergrücken entlang. Wem das leicht ausgesetzte Gelände zu viel ist kann auch einem kleinen Pfad folgen, welcher etwas links am Hang verläuft.

Die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel der Kuchelbergspitze treiben uns noch einige Schweißperlen auf die Stirn.

Was für ein herrlicher Ort! Der grasige Gipfel spendiert uns ein gemütliches Plätzchen, die Sonne lacht vom Himmel und die Brotzeit schmeckt. Genüsslich lassen wir unsere Blicke hinüber zu den umliegenden Bergen schweifen.

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Nach gut einer halben Stunde raffen wir uns wieder auf und folgen dem gut erkennbaren Weg.

… bis wir wieder auf den Grat wechseln und fast eben dahinwandern können. Die Schwierigkeit verändert sich hier kaum. Ab und an sind kleinere Steine zu überkraxeln und die Höhe bleibt fast unverändert. Die Etappe hinüber zum Kuchelbergkopf ist definitiv der genussvollste Abschnitt unserer Wanderung (von den Pausen mal abgesehen) 😉

 So geht es nun immer dem zweiten Gipfel entgegen bis wir auf einen breiten Grasrücken treffen.

Wenn man es nicht weiß verpasst man diesen leicht. Kein Gipfelkreuz und kein Stoanmandl machen auf den 2026 Meter hohen Kuchelbergkopf aufmerksam. Auch wir müssen uns kurz auf der Wanderapp orientieren, aber irgendwann finden wir das nächste Pausenplätzchen.

Gut 45 Min haben wir jetzt bis hier hin gebraucht. Eigentlich sind wir noch gut erholt aber das Fleckchen lädt einfach zum verweilen ein.

Es folgt ein kleiner Abstieg zum Sattel wo wir auf den Wegweiser treffen, welcher uns entscheiden lässt ob wir hinauf zur Kreuzspitze oder hinab zum Kuchelbach wandern wollen.

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Zwischenfazit:

Die Wanderung über die Kuchelberge ist wander- und landschaftstechnisch ein Traum. Der Aufstieg verläuft, bis auf die letzten Meter, mit einer angenehmen Steigung und die kleine Gratwanderung bietet einen wahnsinnig schönen Rundumblick. Plätze wo man es sich in der Sonne gemütlich machen kann finden sich hier in Massen-im Gegensatz zu Wanderern (davon haben wir nur drei gesehen) 🙂 Wer also eine schöne, gemütliche und ruhige Tagestour sucht ist hier genau richtig!

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Der Aufstieg zur Kreuzspitze

Wir lassen die Abzweigung vorerst links liegen und folgen dem Weg hinauf zur Kreuzspitze.

Dieser verändert sich direkt.

Wir verlassen den grasigen Pfad und kommen direkt in eine Schotterlandschaft. Die ersten Meter …

noch gut begehbar, aber anstrengend, nach oben bis es Zeit wird die Hände zu Hilfe zu nehmen.

Dieser Aufstieg ist, nach meiner Meinung, nur etwas für erfahrene Bergwanderer. An manchen Stellen ragt der Fels über den Weg und während man sich an den Seilen entlang hangelt geht es hinter einem mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Auf den letzten Metern verliert der Weg wieder etwas an Schwierigkeit. Zwar sind die Steine unter uns noch immer locker aber wir können wieder etwas gemütlicher dem Ziel entgegenwandern.

Wir benötigen etwa eine Stunde vom Wegweiser bis wir am Gipfelkreuz ankommen. Hier oben ist schon deutlich mehr los aber wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen und lehnen uns erstmal zurück. Während wir uns die Brotzeit schmecken lassen verabschieden sich nach und nach die weiteren Besucher bis wir endgültig unsere Ruhe haben und die Aussicht in vollen Zügen genießen können:

Selbst meine Freunde die Dohlen werden bei dieser Ruhe zutraulich und so gibt es:

Wettersteingebirge, Zugspitze, Mieminger Gebirge, Geierköpfe, … Ja selbst die Soiernspitze ist von hier oben zu sehen. Das Wetter und die Aussicht sind perfekt und so bleiben wir noch eine ganze Weile hocken und genießen Mutter Natur in vollen Zügen.

So schön es hier auch ist, die Tage sind schon kürzer geworden und so brechen wir irgendwann wieder zum Abstieg auf.

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Der Abstieg ins Ammertal

Wir folgen wieder dem ausgesetzten Weg, welchen wir schon beim Aufstieg gegangen sind. Noch einmal heißt es kraxeln, rutschen und festhalten. Wir lassen uns extra viel Zeit um sicher wieder am Sattel anzukommen.

Zurück auf dem grasigen Boden wird der Weg wieder zum Genuss. Nur sanft abfallend zieht er sich für gut eine halbe Stunde an der Bergflanke entlang.

Genau wie beim Aufstieg folgen aber irgendwann Serpentinen-es sind garantiert nicht weniger. 🙂 So geht es erstmal steil über rutschigen Boden dem Wald entgegen. Zwischen den Bäumen verliert der Pfad wieder an Steilheit und das gehen wird wieder angenehmer-was bleibt sind die Serpentinen. Kurve für Kurve geht es nach unten. In der Ferne hört man schon den Wasserfall und den Bach.

Nun  sind es nur noch wenige Kurven bis wir endlich am Bach ankommen. Selbstverständlich legen wir hier noch eine kleine Erfrischungspause ein. Das kühle Nass tut gut und spendet uns ein wenig Kraft für die letzten Kilometer zurück zum Auto.

Wir befinden uns bereits wieder auf dem Fahrweg und dieser führt uns gemütlich an der, fast verpassten, Abzweigung vorbei bis wir wieder am Parkplatz ankommen.

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Die Tour bei Komoot

Dank der Komoot Wander- und Fahrradapp bin ich seit kurzem in der Lage dir den Streckenverlauf auch visuell zu zeigen. Auf der Homepage kann man sich diesen auch als GPS-Track downloaden. Schau doch mal rein:

Die Wanderung bei Komoot

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Mein Fazit:

Die Wanderung über die Kuchelberge ist, wie im Zwischenfazit beschrieben, eine wirklich schöne Tagestour für jemanden der einfach mal raus und Ruhe finden möchte. Es warten tolle Ausblicke und ein angenehm zu gehender Weg. Möchte man noch auf die Kreuzspitze aufsteigen sollte man einiges an Bergerfahrung mitbringen. Der Weg ist mit losem Schotter übersäht und so manche Passage ist luftig ausgesetzt. Dafür erwartet den Bergsteiger ein traumhafter Rundumblick und ein wahnsinniges Panorama. Die komplette Tour bietet alles was sich das Wanderherz wünscht. Abwechslungsreiche Wege, schöne Aussichten und drei wirklich schöne Gipfel. Toll!

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Die passende Wanderkarte* zur Tour:

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Ich hoffe die hat mein Ausflug in die einsame Bergwelt der Ammergauer Alpen gefallen. Wenn ja hinterlasse doch einfach einen Kommentar und sag mir deine Meinung.. Hier verpasst du garantiert keine Wanderung.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal, Maik

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