Wanderung vom Plansee zum Zunterkopf und zum Tauern (inkl. Biwak)

Hoch über dem Plansee (Tirol) ragen der Zunterkopf (1811m) und der Tauern (1841m) in den Himmel und versprechen einen traumhaften Blick auf den See.

Bereits bei meinem letzten Biwak am Plansee habe ich ein Auge auf den Zunterkopf und den Tauern geworfen. Mit der Hoffnung auf einen schönen Sonnenaufgang mache ich mich heute auf den Weg diese Berge zu besuchen.

Es ist Freitagmittag und der Feierabend steht vor der Tür. Als es endlich soweit ist packe ich noch schnell die letzten Sachen für die Biwak- und Fototour zusammen und mache mich auf den Weg zum Plansee um auf den Zunterkopf aufzusteigen. Nachdem ich meine Begleitung eingesammelt habe erreichen wir gegen 15:00 Uhr den kleinen Wanderparkplatz auf der Straße nach Reutte (GPS Daten für´s Navi: 47.48472 – 10.76047). Der Parkplatz befindet sich, vom Plansee kommend, auf der linken Seite. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist die kleine Kapelle, welche auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht.

Der Aufstieg zum Zunterkopf und zum Tauern.

Direkt am Parkplatz weist uns der Wegweiser die Richtung.

Die ersten Minuten führt der Weg sanft nach oben und nach kurzer Zeit treffen wir auf den Fahrweg, welchen man nach ca. 50 Metern wieder verlässt. Von nun an wird es steil und der Rucksack lastet schwer auf den Schultern.

Gut 15 Kg wiegt der Rucksack heute. Wasser, Essen, Schlafsack, Isomatte und die komplette Fotoausrüstung sind mit dabei. Bei diesem Gewicht und der warmen Nachmittagshitze komme ich schnell ins schwitzen.

Der wilde Bergpfad zieht sich immer weiter in kleinen Serpentinen steil nach oben.

Dieser Abschnitt der Wanderung ist wenig spektakulär. Die Aussichten halten sich in Grenzen und nur ab und an schimmert der Säuling durch die Baumgipfel.

Nach etwas über einer Stunde erreichen wir die Latschenzone.

Genau in diesem Moment sind die Anstrengungen des müßigen Aufstiegs vergessen. Der Blick ist einfach überwältigend.

Natürlich legen wir die Rucksäcke erstmal beiseite und genießen die Aussicht in vollen Zügen.

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Pause 🙂

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Rechts von uns erblicken wir schon das Kreuz des ersten Gipfels.

Als wir uns etwas erholt haben machen wir uns auf den weiteren Weg…

Nach gut einer halben Stunde erreichen wir das Gipfelkreuz vom Zunterkopf. Zeit sich…

Rechts von uns ragt schon unser heutiges Ziel in den Himmel, der Tauern. Da bereits das weiche Licht des Abends anbricht machen wir uns nach einigen Minuten auf den restlichen Weg.

Von nun an ist der Weg immer wieder steil abschüssig und ausgesetzt. Zu unserer „Freude“ gibt es auf den steilen Passagen auch immer wieder losen Schotter. Es sind also Trittsicherheit und hohe Aufmerksamkeit gefordert.

Nun heißt es noch einige Höhenmeter nach oben zu wandern. Der Weg führt uns…

Hier und da sind noch einige kleine Kraxelstellen zu meistern aber irgendwann kommen wir oben an.

Nach einer kurzen Pause…

Leider ist der Himmel nicht so farbenfroh wie erhofft. Aber mei… So ist es eben manchmal.

Nach dem Sonnenuntergang lassen wir uns noch eine zünftige Brotzeit schmecken und kuscheln uns in die warmen Schlafsäcke.

Gute Nacht.

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Wissenswertes und nützliches für die Wanderung*:

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Ehrwald – Lermoos – Reutte – Tannheimer Tal – Zugspitze, Wanderkarte

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Der nächste Morgen.

Nach einer erholsamen Nacht klingelt pünktlich um 05:30 Uhr der Wecker. Eigentlich ist es so schön warm, dass ich gar nicht raus mag. Aber der Horizont verspricht gutes. Also ab in die wärmenden Klamotten und ans Stativ.

Mein Wunsch hat sich erfüllt und über dem See hat sich eine dicke Nebelschicht gebildet.

Das Bild als Leinwand oder Acrylglas bei Zoomwork

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Welch ein traumhaftes Naturschauspiel. Während der Fernauslöser Schwerstarbeit verrichten muss lehne ich mich immer wieder zurück und bin einfach nur glücklich diesen Moment erleben zu dürfen.

Irgendwann steht die Sonne über den Bergen und das angenehm weiche Licht verblasst ein wenig. Schnell stelle ich die Einstellungen der Kamera um und schieße noch ein Silhouettenbild.

Das Bild als Leinwand oder Acrylglas bei Zoomwork

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Nun ist das Licht endgültig zu hart und wir haben Zeit den heißen Kaffee und ein kleines Frühstück zu genießen.

In der Zwischenzeit wird…

…zum Wäscheständer umfunktioniert. 🙂

Wir sitzen noch eine ganze Weile in der Sonne bis wir uns auf den Weg zum Abstieg machen.

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Das benötigst du zum Biwakieren:

Das Abenteuer Biwakieren fesselt mich schon seit Jahren. Eins zu sein mit der Natur und solch beeindruckende Momente zu erleben, kann schnell zur Sucht werden. Aber vor den Preis hat der Herr die Arbeit gestellt und die Schlepperei ist nicht jedermanns Sache. Deutlich bequemer wird der Transport durch einen großen Rucksack. Wir benutzen dazu den 40+10 Liter Rucksack von Deuter (der Rucksack bei Amazon* für Herren und für Damen). Desweiteren haben wir die bequeme Isomatte von Outdoorer.net (Link zu Amazon*) mit dabei. Der wichtigste Bestandteil ist aber der Schlafsack. Schon seit Jahren schwöre ich dabei auf den Vaude Sioux 800 Syn (Link zu Amazon*) Mit seinen 1,5 Kg ist er zwar kein Leichtgewicht aber dafür habe ich auch noch nie gefroren. Desweiteren solltest du, auch im Sommer immer wärmende Wandersachen und eine gute Kondition mit dabei haben. Die zusätzlichen Kilos machen sich schnell und deutlich bemerkbar. Dafür wird man in den Abend- und Morgenstunden mit solch einmaligen Ausblicken belohnt und das Erlebnis wird unvergesslich. Für den Fall, dass es nachts überraschend regnen sollte, empfehle ich dir den Biwaksack von Meru (Link zu Amazon*)

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Der Abstieg zum Plansee.

Selbstverständlich hinterlassen wir unseren Biwakplatz so wie wir ihn vorgefunden haben.

Unser Weg führt uns einige Meter zurück in Richtung Zuntenkopf..

Da wir uns die Kraxelei ersparen wollen haben wir bereits am Vorabend nach einem alternativen Abstiegsweg gesucht. Dieser zweigt auf dem grasigen Bergrücken nach rechts ab und bringt uns über einen kleinen Pfad schnell nach unten in die Schotterrinne.

Der Schotter ist angenehm tief und wir können sicher absteigen. Unten angekommen treffen wir auf einen schönen Waldweg, welcher nach gut einer Stunde auf den Fahrweg des Vortages mündet. Auf diesem wandern wir gemütlich zurück und erreichen nach gut zwei Stunden wieder den Parkplatz.

Jetzt heißt es erstmal ab in den Plansee und eine Runde schwimmen bevor es zum nächsten Aufstieg geht – aber davon erzähle ich dir in den kommenden Tagen.

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Die Wanderung bei Komoot

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Wenn du doch lieber auf die Wanderkarte schaust findest du hier die richtige Karte:

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Mein Fazit:

Die Wanderung zum Zunterkopf und zum Tauern ist, trotz des faden Aufstiegs, sehr zu empfehlen. Erreicht man die Latschenzone öffnet sich ein wirklich traumhaftes Bergpanorama und der Blick über den Tiroler Fjord (den Plansee) erinnert fast ein wenig an Norwegen. Bereits vom Gipfel des Zunterkopfes kann man diese Aussicht in vollen Zügen genießen. Wer noch weiter zum Tauern gehen möchte sollte definitiv trittsicher sein. Die steilen schottrigen Abstiege können schon mal zu dem einen oder anderen Ausrutscher führen. Aber der Weg lohnt sich. Am Tauern öffnet sich der Blick zum Heiterwanger See und lädt den Besucher endgültig zum verweilen ein. Besonders im Herbst, wenn die Wälder wieder bunt werden, bietet sich diese Tour hervorragend als Tagestour an.

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