Skitour zur Kolbensattelhütte in den Ammergauer Alpen

Unsere erste Skitour führt uns von Oberammergau hinauf zur Kolbensattelhütte (1270m), eine tolle Tour für Skitourenneulinge.

Am zweiten Tag des Winter-Flow-Feeling 2019 von Best of Winter im Naturpark Ammergauer Alpen wartet ein absolutes Highlight auf uns, unsere erste Skitour. Schon lang haben wir auf diese Erfahrung hingefiebert und uns vorgestellt wie es ist mit den Tourenski den Berg hinauf zu gleiten. Aber auch die Abfahrt war ein großes Thema. Seid gespannt was uns heute erwartet.

Guten Morgen aus dem Parkhotel Sonnenhof. Wir haben bestens geschlafen und die Anstrengungen unseres Langlaufkurses vom Vortag sind vergessen.

Wir lassen uns die Leckereien schmecken und wenig später werden wir am Hotel abgeholt und Arvis bringt uns zum Parkplatz am Kolbensattel (Google Maps).

Wenig später trifft auch Franz von der Skischule „Die Bergführer“ auf dem Parkplatz ein, er wird die Tour heute führen.

Theoretisches Skitourenwissen

Franz begrüßt uns freundlich und öffnet seinen Kofferraum. Neugierig blicken wir auf unsere heutige Ausrüstung und schon wenige Minuten später werden die Skistiefel verteilt. Es ist ganz schön ungewohnt in solch steifen Schuhen zu stehen aber einmal richtig angezogen, fühlen sie sich bequem an. Franz erklärt uns welche Schnalle wie eingehängt werden muss und welche Hebel wir wie stellen müssen damit der Fuß sich beim Aufstieg bewegen kann.

Als nächstes sind die Ski an der Reihe und natürlich die Felle. Diese benötigen wir für den Aufstieg um mit den Ski nicht einfach nach hinten wegzurutschen. Man muss sie sich wie einen Bart vorstellen. Streicht man die Haare mit dem Strich gleitet es sich ganz leicht. Streichelt man jedoch gegen den Strich gibt es einen Widerstand und die Felle können nur sehr schwer rutschen. Bis vor 50 Jahren waren diese wohl noch aus Seehundfell, bekommen wir erklärt. Man benötigt schon ein wenig Kraft und die passende Technik um die Felle auf den Tourenski zu ziehen aber Franz zeigt uns alles ganz genau. Das Thema Stöcke ist wenig spannend und so stehen wir bald auf der Piste, endlich! ;-)

Skitour zur Kolbensattelhütte

Jetzt geht es endlich los und Franz meint, dass wir es einfach mal versuchen sollen. Der große Unterschied beim Skitourengehen ist, dass wir die Füße nicht anheben müssen. Mit den Tourenski am Fuß schieben wir die Füße nur einfach nach vor, dies spart viel Kraft beim Aufstieg. Schnell haben wir den Dreh raus und queren die Abfahrtspiste.

Skitourengeher sind auf dem Kolbensattel herzlich willkommen und der Betreiber hat sogar eine eigene Aufstiegspiste präpariert. Aus dem glatten Schnee läuft bereits alles wie geschmiert und wir kommen gut voran. Um ein Gefühl für die Ski zu bekommen, schickt uns Franz jetzt ins Gelände.

Wir kommen zwar gut ins Schwitzen aber auf der glatten Piste lernt man nicht viel. Es geht über kurze und steile Aufstiege, durch Kurven und auch eine kleine Abfahrt wartet auf uns.

Zwar befinden wir uns heute in der unmittelbaren Nähe einer Skianlage aber der Skitourengeher ist auch in der Pflicht. Hat man vor, weitere Skitouren zu gehen, sollte man einiges beachten und wissen wo sich welche Tiere zum Winterschlaf betten und wo sie fressen.

Für uns geht es jetzt weiter durch den Wald und wir verfallen regelrecht in die Gehmeditation. Ruhig schieben wir einen Fuß vor den anderen. Es ist sicherlich die entspannteste Form des Aufstiegs, die ich jemals erlebt habe.

Höhenmeter für Höhenmeter geht es weiter nach oben und wir hoffen, dass der Aufstieg nie endet. Es macht einen riesen Spaß den Berg hinaufzugleiten.

Jetzt haben wir uns eine anständige Pause verdient.

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Abfahrt vom Kolbensattel

Die Pause tat gut, verging bei netten Gesprächen viel zu schnell. So ganz abschalten konnten wir jedoch nicht und ein Thema kommt immer wieder auf den Tisch: Wie zum Geier kommen wir jetzt wieder heil ins Tal? Franz verspricht uns, dass wir alle heil unten ankommen. Wir sind gespannt. ;-) Wieder im Freien ziehen wir die Felle von den Skiern und schnallen unsere Stiefel fest zu. Franz erklärt uns wie wir die Bindung und die Stiefel einstellen müssen um fest mit dem Ski verbunden zu sein. Dann ist es soweit und wir sollen auf die Piste… Vorsichtig versuchen wir parallel zur Piste abzurutschen. Wenn man, wie wir, null Erfahrungen mit dem Abfahren hat, ist dies eine echte Herausforderung. Anett entscheidet sich sicherheitshalber für den Abstieg mit dem Lift und in solch manchen Moment beneide ich sie für diese Entscheidung. Für uns geht es vorsichtig Meter für Meter nach unten und selbstverständlich gehören Stürze mit dazu.

Als das erste steile Stück geschafft ist, erklärt uns Franz wie wir im Schneepflug langsam weiter abfahren können. Von einem Pistenrand geht es zum anderen und wieder zurück. Je länger wir es probieren desto besser klappt es. Als wir (bitte nicht lachen) nach ca. 45 Minuten unten ankommen, klappt es schon ganz gut und man könnte fast sagen, dass wir schon die ersten Schwünge auf die Piste gezaubert haben. Franz hat Wort gehalten und wir sind alle heil im Tal angekommen.

Hinter uns liegt ein aufregender Tag mit vielen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Wir sagen Danke an unseren Skilehrer Franz von der Skischule „Die Bergführer„. Wenn auch du mal Lust hast einen Kurs bei ihm zu belegen, sag doch einfach viele Grüße von uns.

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Der heutige Skitourenkurs wurde uns in Kooperation mit dem Naturpark Ammergauer Alpen und Best of Winter kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies  beeinflusst in keinster Weise unsere Meinung und der Erlebnisbericht beruht auf unseren tatsächlichen Erfahrungen und Meinungen.

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Die Skitour zur Kolbensattelhütte bei Komoot

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Am Abend nutzen wir den Wellnessbereich des Parkhotels Sonnenhof um uns in der Sauna zu entspannen und uns auf neue Abenteuer vorzubereiten. Seid also gepannt, wie es weitergeht und schaut bald wieder mal rein.

Viele Grüße und Ski heil, Anett & Maik

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