Genussregion Osttirol – Wandern mit Biss

Drei Tage lang bereisen wir die Genussregion Osttirol und neben grandiosen Aussichten verkosten wir die ortstypischen Leckereien, eben Wandern mit Biss.

Vor kurzem erhielten wir von Best of Wandern (Link zur Homepage) die freudige Botschaft, dass wir die Genussregion Osttirol bereisen dürfen und rund um das Thema Wandern mit Biss berichten dürfen. Nun war es endlich soweit und die Pressereise startete.

Tag 1 – Anreise nach Osttirol und die erste Panoramawanderung

Da wir bereits mächtig neugierig auf die uns nahezu unbekannte Region Osttirol sind, startet unser Tag in München schon früh am Morgen. Unsere Fahrt führt uns über Kitzbühel hinauf zum Felbertauerntunnel und schließlich nach Matrei in Osttirol. Hier werden wir bereits in der Tourismusinformation  (Adresse für Navi: Rauterpl. 1, 9971 Matrei in Osttirol, Österreich) von Bernhard erwartet.

Mit einem freudigen Griaß Enk werden wir Willkommen geheißen und wir bekommen einen Überblick über das Programm der folgenden Tage. Neben einer Wanderung mit einem Parkranger des Nationalpark Hohe Tauern steht ein Kochkurs mit Anna vom Strumerhof auf den Plan, aber dazu später mehr. Bernhard weiß viel zu erzählen und gibt uns auch direkt einen Tipp für eine Wanderung am Nachmittag. Wir packen uns noch etwas Infomaterial ein und machen uns auf den Weg in unsere Unterkunft.

Wir dürfen die kommenden Tage im Matreier Tauernhaus (1512m) (Link zur Homepage) verbringen.

… ist idyllisch im Tauerntal gelegen und bietet den Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen. Fern abseits des Trubels werden wir hier ebenfalls herzlich Willkommen geheißen und dürfen schon nach wenigen Augenblicken unser liebevoll gestaltetes …

… beziehen. Die kleinen Zimmer sind urig eingerichtet und verleiten zum Relaxen. Aber nicht für uns. Wir sind neugierig was die umliegende Bergwelt zu bieten hat und so brechen wir direkt wieder auf um diese zu erkunden.

Bernhard vom Tourismusverband Osttirol (Link zur Homepage) hat uns die Wanderung hinauf zum Venedigerblick empfohlen. Die Bergtour beginnt direkt am Tauernhaus und führt uns über einen kleinen Steig steil nach oben. Bei über 30 Grad eine echt schweißtreibende Wanderung. Der Weg an sich ist jedoch bestens zu begehen und sollte für jeden erfahrenen Wanderer ein Leichtes sein.

… genießen dürfen. Da hinten würden wir jetzt bei der Hitze am liebsten am Eis schlecken 😉 Nach knapp 2 Stunden und 500 Höhenmetern erreichen wir den Aussichtpunkt Venedigerblick auf 1992m. Bevor wir diesen Ausblick weiterhin genießen, entdeckt die Bergpixeline (Link zu Instagram) einen beeindruckenden Wasserfall. Klar, dass wir uns diesen genauer anschauen müssen.

Nicht nur, dass der Wasserfall ein tolles Fotomotiv ist, er bietet uns auch eine willkommene Abkühlung und so bleiben wir eine ganze Weile hier hocken und genießen den Moment.

Irgendwann brechen wir aber doch wieder auf. Der kleine Pfad verwandelt sich jetzt in einen breiten Fahrweg, welcher uns fast eben dahinführt. Begleitet von dem atemberaubenden Blick auf den Großvenediger 3666m und das Schlatenkees (Gletscher) wandern wir nun ganz gemütlich dahin und können uns kaum sattsehen.

Ca. eine Stunde wandern wir so gemütlich dahin bis uns der Wegweiser links in Richtung Tauernhaus abbiegen lässt und wir den Abstieg beginnen. Dieser führt uns über einen schmalen Pfad an …

vorbei und schließlich wieder steil den Berg hinunter. Mit vielen tollen Eindrücken im Rucksack erreichen wir unsere Unterkunft und nach einer erfrischenden Dusche lassen wir uns das leckere Abendessen im Tauernhaus schmecken.

Frisch gestärkt lassen wird den Abend auf unserem Balkon ausklingen und freuen uns auf den kommenden Tag.

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Tag 2 – Auf der Suche nach Bartgeiern und Steinandlern

Guten Morgen aus dem Säumerzimmer im Matreier Tauernhaus. Wir haben bestens geschlafen und wachen erholt auf. Unsere Unterkunft bietet ab 07:00 Uhr ein ausgiebiges Frühstück an. Neben frischen Brötchen, Wurst, Käse, Rührei, Müsli und Obst warten selbstgemachte Almbutter und Ziegenkäse darauf von hungrigen Bergfreunden vernascht zu werden.

Wir lassen es uns in aller Ruhe schmecken und finden uns später an dem vereinbarten Treffpunkt ein. Carola, unsere Rangerin vom Nationalpark Hohe Tauern (Link zur Homepage) begrüßt unsere Gruppe und nach einer kleinen Vorstellung bekommen wir einen Überblick auf den bevorstehenden Tag.

Mit Ferngläsern ausgestattet, starten wir und erfahren von Anfang an viel Wissenswertes über den Nationalpark und die darin lebenden Greifvögel. Heute sind wir auf der Suche nach Bartgeiern. Nachdem sie fast ausgerottet worden, sind sie wieder seit 1986 im Nationalpark daheim und verdienen ganz besondere Aufmerksamkeit. Auch andere Geierarten haben den Weg zurück gefunden und vor kurzem wurde erst eine Gruppe Gänsegeier gesichtet. Unsere Chancen stehen ganz gut die Tiere heute in der freien Natur zu sehen, eine Garantie gibt es dafür aber nicht.

Mit ca. 3 Metern Flügelspanne zählt er zu den größten Vögeln im Park und wir sind doch recht froh, dass der Geier ein reiner Aasfresser ist. 😉 Immer wieder richtet sich unser Blick gen Himmel und wir können die ersten Gänsegeier entdecken. Erhaben kreisen sie über die verschneiten Gipfel der Hohe Tauern.

Gemütlich wandern wir weiter und Carola, welche sichtlich für den Beruf des Nationalpark-Rangers lebt, zeigt uns immer wieder spannende Details. Neben fleischfressenden Pflanzen entdecken wir wilden Thymian und erfahren Interessantes über den Schachtelhalm.

Ab jetzt führt uns die Wanderung hinein ins Gschlösstal.

An heißen Tagen sollte man beim Betreten seinen Blick zuerst an die Decke richten, die Kreuzottern suchen sich da oft ein kühles Versteck. Mit jedem Schritt erfahren wir mehr über Bartgeier und Co. Seit einigen Jahren wird jährlich ein Pärrchen abwechselnd im Salzburger, Osttiroler oder Kärntner Teil des Nationalparks ausgewildert und die Population erholt sich langsam wieder. Da die Tiere Zugvögel sind, lässt sich die genaue Zahl nicht genau bestimmen. Es wird aber geschätzt, dass es 120 Geier im Nationalpark gibt.

Leider endet unsere Wanderung hier. Carola lässt sich mit uns noch auf ein kühles Getränk im Venedigerhaus (Link zur Homepage) nieder und beantwortet unsere neugierigen Fragen. Leider heißt es nun für uns Abschied nehmen. Wir hätten wohl noch ewig weiterfragen können aber dann würden wir noch heute hier sitzen. Wir bedanken uns herzlich bei unserer Rangerin und nehmen ihren Tipp an und wandern weiter in Richtung Talschluss. Wir können nur jedem Besucher empfehlen, sich selbst einmal mit einem Ranger auf den Weg zu machen. Es gibt viel zu entdecken und zu lernen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön!!!

Ein Ausflug ins Gschlösstal sollte man unbedingt mal gemacht haben. Wer es etwas gemütlicher mag oder erschöpft ist, kann den Weg auch mit dem Panoramazug zurücklegen.

Der Bullldog mit seinem Panoramawagen pendelt zwischen dem Matreier Tauernhaus und dem Venedigerhaus mehrmals am Tag hin und her. Auch wir genießen die komfortable Variante und lassen uns durchs Tal kutschieren.

Mit Voranmeldung kann man hier mehr über die Käseherstellung erfahren. Für spontane Besucher wartet ein Lehrpfad rund um die Sennerei wo man mehr über die Geschichte der Milchbauern Osttirols erfahren kann. Es lohnt sich diesen Weg entlangzuwandern und die Tafeln zu lesen.

… wo man sich ein leckeres Stück Almkäse für die nächste Brotzeit kaufen kann.

Auf uns wartet bereits das Abendessen im Tauernhaus. Nach dem spannenden Tag haben wir ordentlich Hunger und sind gespannt was es gibt.

Besser hätte der Tag kaum enden können und so lassen wir das Erlebte auf unserem Balkon noch einmal Revue passieren und sagen bald gute Nacht.

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Tag 3 – Von Osttiroler Schlipfkrapfen und gigantischen Wasserfällen

Guten Morgen liebe Genussfreunde. Wir haben wieder bestens geschlafen und freuen uns auf das Frühstück im Matreier Tauernhaus.

Heute müssen wir uns etwas beeilen da wir um 09:00 Uhr mit Anna vom Kräuterwirtshaus Strumerhof (Link zur Homepage) verabredet sind. Das Berggasthaus liegt hoch über den Dächern von Matrei in Zedlach und bietet eine fantastische Aussicht auf den Ort und die umliegenden Berge. Anna empfängt uns herzlich und heißt uns willkommen. Ihre Männer bringen gerade das frisch gemacht Heu ein und wir bekommen einen kleinen Einblick in das anstrengende Leben der Bergbauern. Neben dem Wirtshaus beherbergt der Hof auch noch ein Museum. Das Thema wechselt jährlich und dieses Jahr (2019) lautet es „Alle guten Dinge sind drei“. Unsere Gastgeberin erklärt uns mehr über die Zahl drei und wie wichtig diese für den Menschen ist.

Auch in Naturwissenschaften und der Astrologie kennt sich unsere Gastgeberin bestens aus. Schnell kommen wir von einem Thema zum anderen und wir könnten ewig erzählen. Mit ihrer herzlichen Art weiß sie uns zu faszinieren und wir lauschen gespannt ihren Worten.

Aber wir sind hier um mehr über die Osttiroler Küche zu erfahren und begeben uns bald auf die malerische Panoramaterrasse wo bereits die Zutaten auf uns warten.

Mehl, Wasser, Öl und Salz. Mehr braucht es nicht für einen anständigen Teig.

Während Anna den Teig vermengt und die Brotlaiber formt, erzählt sie uns bereits viel von den heimischen Kräutern.

Das Brot muss nun backen und wir haben etwas Zeit. Bei einem Rundgang durch ihren Kräutergarten werden wir als erstes von einem giftigen Strauch begrüßt. Etwas giftiges im Garten??? Der Strauch soll dazu dienen den Teufel abzuschrecken und die restlichen Kräuter zu schützen. Wir bekommen von Kresse, vielen Thymian, Knoblauch und unzählige andere Kräutersorten zum Kosten gereicht und sind begeistert. Alles wächst vor der Haustür und ergibt eine Geschmacksexplosion im Mund. Eine Auswahl der Kräuter nehmen wir mit und …

Jetzt nur noch schnell die Ränder verschließen und ab damit in kochendes Wasser. Die Schlipfkrapfen müssen übrigens nur so lang kochen wie eine Schwalbe braucht um über das  Dach zu fliegen.

Wir sind mehr als begeistert. Vor uns steht kein 5* Gericht sondern ein einfaches Osttiroler Gericht und es schmeckt wahnsinnig intensiv. Die frischen Kräuter, der gute Almkäse, frisch gebackenes Brot und natürlich die Schlipfkrapfen. Wir naschen uns kreuz und quer durch alle Gerichte. Während wir unsere Geschmacksnerven verwöhnen, verfallen wir immer wieder in interessante Gespräche mit Anna und sind beeindruckt. Selten haben wir einen so ausgeglichenen und bodenständigen Menschen kennengelernt. Mit ihrem Osttiroler Charme wird sie uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wir würden wohl jetzt noch mit ihr auf ihrer Terrasse sitzen und ihr zuhören aber irgendwann müssen wir leider aufbrechen. Wenn ihr mal in der Gegend seid, stattet dem Strumerhof doch mal einen Besuch ab. Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Homepage (Link). Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei Anna und machen uns auf den Weg.

Gebissen haben wir heute bereits genügend. Nun kommt das Thema Wandern wieder auf den Tisch. Als letztes Ziel unserer Reise haben wir uns die nahegelegenen Umbalwasserfälle ausgesucht. Bei der Hitze bieten diese uns hoffentlich wieder eine kleine Abkühlung. Gut 20 Minuten benötigen wir mit dem Auto von Matrei bis zum Parkplatz. Von da aus wandern wir wir gemütlich ins Umbaltal hinein und nach einer halben Stunde erreichen wir den Einstieg zum Wasserfallrundweg.

Mit festem Schuhwerk ist der Rundweg ohne Probleme begehbar und wir kommenden dem tosendem Wasser sehr ah. Immer wieder bleiben wir beeindruckt stehen und spüren die Kraft, welche von den Fällen ausgeht.

Allzu viel möchten wir euch an dieser Stelle nicht verraten. Schließlich sollt ihr euch die Wasserfälle nicht auf Bildern anschauen sondern sie live erleben. Wir verraten nur so viel-ein Ausflug lohnt sich.

Langsam wird es Abend und wir kehren in unsere Unterkunft zurück. Wir sind schon gespannt was die „Mottinga Koscht“ (Matreier Küche) heute für uns gezaubert hat.

Leider endet unser Abenteuer „Wandern mit Biss – Genussregion Osttirol“ am nächsten Morgen. Wir wären gern noch länger geblieben aber wir haben viele Eindrücke und Ideen mit nach München genommen und werden ganz sicher bald wieder zurückkehren. Es wartet noch ein 3666 Meter hoher Traum auf uns, aber davon erzählen wir euch in unserem Blog demnächst vielleicht mehr.

DANKESCHÖN!

Es waren drei unglaublich schöne und intensive Tage in Osttirol. Jetzt wo wir diese Zeilen schreiben ist noch einmal Vieles aufgekocht und wir möchten uns in aller Form bei allen Beteiligten für das Erlebte bedanken.

Unser Dank geht an:

Verena und das gesamte Team von Best of Wandern

Bernhard aus der Tourismusinfo Matrei in Osttirol

Carola vom Nationalpark Hohe Tauern

Anna vom Strumerhof

und natürlich dem gesamten Team vom Matreier Tauernhaus.

Wir sagen Danke und bis bald, Anett & Maik

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Diese Reise wurde uns von Best of Wandern kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Eindrücke entstammen unseren persönlichen Wahrnehmungen und sind unbeeinflusst!

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